Premier Padel Düsseldorf: Zwölf Deutsche – alle Ergebnisse und die Bilanz
Zwölf Deutsche statt acht wie bei der Premiere: Alle sieben deutschen Paare sind ausgeschieden. Die drei aus dem Hauptfeld verloren am Mittwoch ihr erstes Match. Dazu alle Ergebnisse und was unsere Auswertung von 2025 zeigt: Damals gewann kein deutsches Paar einen Satz.

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Szene vom Germany P2 2025 im CASTELLO Düsseldorf. Foto: Premier Padel
Livestream
Alle deutschen Matches vom Mittwoch sind gespielt, die Ergebnisse stehen weiter unten.
Am Sonntagmorgen um 9 Uhr ging es im CASTELLO Düsseldorf los, mit der Qualifikation der Herren. Ab Dienstag stieg die Weltspitze ein, das Finale ist am 11. Oktober. Diesmal waren deutlich mehr Deutsche dabei als bei der Premiere 2025: zwölf Spielerinnen und Spieler statt acht.
Vier Paare mit deutscher Beteiligung sind am Sonntag in die Qualifikation gestartet, durchgekommen ist keins. Drei Paare standen mit Wildcard direkt im Hauptfeld, sie spielten ihr erstes Match am Mittwoch. Zwei Namen kennst du vielleicht aus unserem Team: Christian Böhnke kam mit Nick Merten bis in die zweite Quali-Runde, Johannes Lindmeyer trat mit Matthias Wunner im Hauptfeld an.
Hier stehen alle Ergebnisse. Und was die Bilanz vom letzten Jahr über die Chancen sagt.
Schnellcheck
Mittwoch
Alle drei deutschen Paare spielten auf dem Center Court: Reca/Tur Checa raus (1:6, 3:6), Hering/Plümer raus (3:6, 2:6), Lindmeyer/Wunner raus (0:6, 3:6). Alle drei sind ausgeschieden. Den Center-Court-Stream gibt es in Deutschland nicht.
Stream
Die Qualifikation zeigt der DPV kostenlos auf Sport Europe TV. Das Hauptfeld läuft bis zum Achtelfinale auf YouTube bei Premier Padel, in Deutschland aber ohne den Center Court. Ab dem Viertelfinale am Freitag zeigt Red Bull TV alles.
Tickets
Quali ab 9,50 €, erste Hauptfeldtage ab 14,50 €, ab Donnerstag ab 19,50 €. Das Finalwochenende ist laut Veranstalter ausverkauft.
Ergebnisse der Deutschen
Erste Runde der Qualifikation, Sonntag: alle Matches gespielt.
- Adrián Naranjo Martínez / Teodoro Zapata schlagen Vincent Jülich / Steve Vogel 6:0, 6:1 · nach 34 Minuten, für Jülich und Vogel ist das Turnier vorbei
- Sergi Guimet Bigas / Bart Van Opstal schlagen Jonas Trümpler / Benjamin Fitzon 6:2, 6:2 · nach 49 Minuten, für Trümpler und Fitzon ist das Turnier vorbei
- Nick Merten / Christian Böhnke schlagen Franco Mazzoni / Tade Jensen 6:1, 6:2 · nach 65 Minuten, am Montag warten die an fünf gesetzten José Solano Marmolejo / Ramiro Pereyra
Zweite Runde, Montag
- José Solano Marmolejo / Ramiro Pereyra schlagen Nick Merten / Christian Böhnke 6:2, 6:1 · nach 59 Minuten, für Merten und Böhnke ist das Turnier vorbei
Hauptfeld, erste Runde, Mittwoch
- José Solano Marmolejo / Ramiro Pereyra schlagen Agustin Reca / Victor Tur Checa 6:1, 6:3
- Araceli Martínez / Lucía Martínez Gómez schlagen Katharina Hering / Lena Plümer 6:3, 6:2
- Luis Hernández Quesada / Javier Martínez schlagen Johannes Lindmeyer / Matthias Wunner 6:0, 6:3
Die deutschen Paare im Überblick
Sieben Paare mit deutscher Beteiligung, fünf davon rein deutsch. Alle sieben sind ausgeschieden.




SV







Das Hauptfeld lief seit Dienstag, die drei deutschen Paare stiegen am Mittwoch ein, alle nacheinander auf dem Center Court. Lindmeyer und Wunner verloren 0:6, 3:6 gegen die Spanier Luis Hernández Quesada und Javier Martínez, die Nummer eins der Qualifikation. Die Spanier hatten ihr letztes Quali-Match am Dienstag 6:1, 6:0 in 53 Minuten gewonnen. In der Weltrangliste stehen sie auf Platz 43 und 51, Lindmeyer und Wunner auf Platz 845 und 967.
Reca und Tur Checa verloren am Mittwoch 1:6, 3:6 gegen José Solano Marmolejo und Ramiro Pereyra, die am Montag Merten und Böhnke rausgeworfen haben. Am Dienstag setzten sich die beiden auch gegen die an zwei gesetzten Alonso Rodríguez Martínez und Flavio Abbate durch, 4:6, 7:6, 7:6 nach 2:41 Stunden. Solano Marmolejo steht auf Platz 87 der Weltrangliste, Pereyra auf Platz 67, Reca auf 174 und Tur Checa auf 161. Solano Marmolejo und Pereyra spielen am Donnerstag im Achtelfinale gegen Gonzalo Alfonso und Valentino Libaak.
Hering und Plümer verloren am Mittwoch 3:6, 2:6 gegen die Spanierinnen Araceli Martínez und Lucía Martínez Gómez, Platz 40 und 36 der Weltrangliste. Zusammen haben die beiden 3.019 Punkte, Hering und Plümer 150. Martínez kannte das CASTELLO schon: Mit Alix Collombon hatte sie hier 2025 Victoria Kurz und Dora Andrejszki geschlagen.
Drei der Paare haben sich ihren Platz selbst erspielt. Beim Wildcard-Turnier am 1. und 2. August bei PadelCity in Andernach traten 16 Herren- und 16 Damenteams an. Lindmeyer und Wunner gewannen dort die Wildcard fürs Hauptfeld, Merten und Böhnke die für die Qualifikation, alle vier spielen für den TC Weiden Köln. Bei den Damen setzten sich Katharina Hering und Lena Plümer von PadelCity Dortmund durch. Zwei weitere Wildcards hat der Veranstalter in Abstimmung mit dem Deutschen Padel Verband vergeben.
Der Weg ins Hauptfeld
Die Herren-Qualifikation hat 32 Plätze, vier davon führen ins Hauptfeld. Wer dort ankommen will, muss bis Dienstag dreimal gewinnen. Die acht gesetzten Teams bringen zwischen 1.434 und 2.548 Weltranglistenpunkte mit, die vier besten steigen erst in der zweiten Runde ein.
- Merten und Böhnke gewannen ihr erstes Match 6:1, 6:2 gegen Franco Mazzoni und Tade Jensen. In der zweiten Runde verloren sie 2:6, 1:6 gegen die an fünf gesetzten José Solano Marmolejo und Ramiro Pereyra.
- Jülich und Vogel sind raus. Gegen Adrián Naranjo Martínez und Teodoro Zapata verloren sie 0:6, 1:6.
- Trümpler und Fitzon sind raus. Gegen Sergi Guimet Bigas und Bart Van Opstal verloren sie 2:6, 2:6.
Am Dienstag stand fest, wer durchkommt: Luis Hernández Quesada und Javier Martínez (1), Federico Mouriño und Marc Quilez (4), José Solano Marmolejo und Ramiro Pereyra (5) sowie Clement Geens und Nacho Moragues Moltò (7). Zwei dieser Paare waren die ersten Gegner der Deutschen im Hauptfeld.
Was die Weltrangliste sagt
Warum es ohne Wildcards nicht geht, zeigt ein Blick auf die Punkte. Punkte für die FIP-Weltrangliste gibt es bei Premier Padel und auf der CUPRA FIP Tour, also bei internationalen Turnieren. Die Bundesliga und die deutschen Ranglistenturniere zählen dafür nicht.
Weltranglistenpunkte im Herrenfeld
Teampunkte in der FIP-Weltrangliste, logarithmische Skala: Jeder Teilstrich ist das Zehnfache des vorigen
Teampunkte sind die Summe beider Spieler, Stand Kalenderwoche 40/2026. Steve Vogel taucht in der Rangliste nicht auf, für das Paar zählen Jülichs 3 Punkte. Wer direkt ins Hauptfeld wollte, brauchte mehr als die 2.548 Punkte des besten Quali-Teams. Quellen: FIP-Weltrangliste, Tableau der Qualifikation.
Das beste Herrenpaar mit deutscher Beteiligung, Agustin Reca und der Spanier Victor Tur Checa, kommt auf 686 Punkte. Das beste Team der Qualifikation hat 2.548, und selbst das reichte nicht für einen direkten Platz im Hauptfeld. Coello und Tapia, die Nummer eins der Welt, bringen zusammen 40.766 Punkte mit.
Bei den Damen sieht es ähnlich aus: Hering und Plümer haben zusammen 150 Punkte, das beste Team der Damen-Qualifikation 2.484. Die bestplatzierte Deutsche ist Victoria Kurz auf Platz 62, sie stand 2025 mit Wildcard im Hauptfeld.
Wie stark ein Paar ist, zeigen die Punkte allerdings nur, wenn es regelmäßig international spielt. Genau das machte die Matches in Düsseldorf spannend.
2025: die ehrliche Bilanz
Bei der Premiere waren acht Deutsche dabei, verteilt auf fünf Paare. Keins davon hat ein Match auf dem Platz gewonnen, einen Satz auch nicht.
Düsseldorf 2025 in Spielen
Alle fünf Paare mit deutscher Beteiligung bei der Premiere, gezählt sind die Spiele in ihren Sätzen
Zusammen 12 von 72 Spielen, kein Satz. Merten und Böhnke kamen kampflos in die zweite Quali-Runde, das Match ohne Gegner ist nicht mitgezählt. Eigene Auszählung aus den offiziellen Tableaus der FIP.
Lindmeyer und Wunner verloren in der ersten Hauptfeldrunde gegen Teodoro Zapata und Francisco Cabeza Teres 0:6, 2:6. Reca unterlag mit dem Spanier Guillem Figuerola Santiago den portugiesischen Brüdern Miguel und Nuno Deus 2:6, 0:6. Victoria Kurz und die Ungarin Dora Andrejszki verloren gegen Alix Collombon und Araceli Martínez 2:6, 1:6.
In der Qualifikation kamen Merten und Böhnke kampflos in die zweite Runde, ihre Gegner hatten abgesagt. Dort verloren sie gegen Maximiliano Arce Simo und Pablo Lijó 1:6, 1:6. Daniel Lingen und Jonas Trümpler schieden in der ersten Runde gegen Alejandro Jerez Carnero und Adam Axelsson aus, 0:6, 3:6.
Zusammen sind das 12 von 72 Spielen. Diesmal holten Merten und Böhnke allein in ihrem ersten Match 12 Spiele: 6:1, 6:2 gegen Franco Mazzoni und Tade Jensen. Die Ergebnisse stehen oben.
Zwei alte Bekannte
Teodoro Zapata hat 2025 Lindmeyer und Wunner aus dem Turnier genommen. Diesmal erwischte es in der Qualifikation Jülich und Vogel, Zapata und Adrián Naranjo Martínez gewannen 6:0, 6:1.
Maximiliano Arce Simo stoppte Merten und Böhnke im letzten Jahr in der Quali und spielte sich bis ins Hauptfeld. Ein Jahr später steht er mit Juan Tello unter den zehn bestplatzierten Teams des Feldes. So schnell kann es auf der Tour nach oben gehen.
Aus unserem Team
Christian Böhnke hat Padello mitgegründet und ist unser Geschäftsführer. Johannes Lindmeyer berät bei uns Vereine und Betreiber, die einen Court bauen wollen. Beide spielen für die Nationalmannschaft, die sich im September in Madrid für die WM in Doha qualifiziert hat.
In Düsseldorf spielte Johannes mit Matthias Wunner, mit dem er in Madrid gegen Litauen den ersten Punkt holte. Christian spielte mit Nick Merten, wie im gewonnenen Halbfinale gegen Großbritannien. Alle Ergebnisse der WM-Quali
So schaust du zu
- Vor Ort: Tickets gibt es bei Ticketmaster, die Quali-Tage ab 9,50 €. Was an welchem Tag läuft und welcher Tag sich für dich lohnt, steht in unserem Turnierführer zum Germany P2.
- Stream: Die Qualifikation zeigt der DPV kostenlos auf Sport Europe TV. Das Hauptfeld überträgt Premier Padel bis zum Achtelfinale am Donnerstag auf seinem YouTube-Kanal, ab dem Viertelfinale am Freitag um 10 Uhr läuft es bei Red Bull TV. Eine Ausnahme gibt es: Den Center Court sperrt Premier Padel auf YouTube für Deutschland und Österreich. Am Mittwoch, als alle drei deutschen Paare dort spielten, lief in Deutschland nur der Stream von Court 2. Einen deutschen Sender für den Center Court haben wir nicht gefunden.
- Spielplan und Ergebnisse: auf der Turnierseite der FIP. Den Spielplan für den nächsten Tag veröffentlicht die FIP jeweils am Vortag.
Die Favoriten kommen aus Rotterdam
Die Favoriten reisen direkt aus Rotterdam an, wo am Sonntag das P2-Turnier zu Ende ging. Bei den Damen gewannen Ariana Sánchez und Andrea Ustero das Finale gegen Paula Josemaría und Bea González mit 6:4, 6:4. Bei den Herren gewannen Agustín Tapia und Arturo Coello das Finale gegen Franco Stupaczuk und Jon Sanz mit 6:3, 6:2. Titelverteidiger in Düsseldorf sind Alejandro Galán und Federico Chingotto, bei den Damen Gemma Triay und Delfina Brea.
Häufige Fragen
Was ist eine Wildcard?
Ein Startplatz, den der Veranstalter auch ohne die nötigen Ranglistenpunkte vergeben darf. Wie viele es gibt, legt die Premier Padel Tour fest. In Düsseldorf gehen fünf an deutsche Paare: drei wurden in Andernach ausgespielt, zwei hat der Veranstalter in Abstimmung mit dem DPV vergeben.
Wie groß ist das Hauptfeld?
28 Teams bei den Herren, 24 bei den Damen, die Paare aus der Qualifikation eingerechnet. In der Qualifikation der Damen stand keine Deutsche.
Gegen wen spielten die Deutschen im Hauptfeld?
Lindmeyer und Wunner verloren 0:6, 3:6 gegen Luis Hernández Quesada und Javier Martínez, Reca und Tur Checa 1:6, 3:6 gegen José Solano Marmolejo und Ramiro Pereyra. Beide Gegner kamen aus der Qualifikation. Hering und Plümer verloren 3:6, 2:6 gegen Araceli Martínez und Lucía Martínez Gómez. Alle drei Matches waren am Mittwoch.
Lohnt sich ein Besuch im Hauptfeld?
Ja, im Hauptfeld spielt die Weltspitze. Auf mehreren Courts wird parallel gespielt, und du kannst zwischen den Matches wechseln. Tickets gibt es ab 14,50 € für die ersten Hauptfeldtage, ab Donnerstag ab 19,50 €. Das Finalwochenende ist laut Veranstalter ausverkauft. Mehr dazu in unserem Turnierführer.
Und wenn du danach selbst spielen willst
Den nächsten Court in deiner Nähe findest du im Padello-Platzfinder. Und falls bei euch im Verein jemand fragt, warum es so einen Platz nicht längst bei euch gibt: Wir haben aufgeschrieben, wie ein Platzbau von der ersten Idee bis zum ersten Ballwechsel abläuft.
Stand: 8. Oktober 2026, 12:38 Uhr. Titelfoto: Premier Padel. Spielerfotos: Gerolsteiner/Maximilian Lehrke (Merten, Böhnke, Jülich), Deutscher Padel Verband (Trümpler, Fitzon, Wunner), CUPRA (Hering), Germany Premier Padel (Plümer, Reca), NOX (Jensen), Gerolsteiner Creator × Profi (Mazzoni), FIP (Tur Checa), Padello (Lindmeyer). Von Steve Vogel haben wir kein aktuelles offizielles Foto gefunden. Tableaus, Spielplan und Weltranglistenpunkte stammen von der FIP, Wildcards, Termine, Stream und Ticketpreise vom Veranstalter. Die Bilanz 2025 haben wir selbst aus den offiziellen Tableaus ausgezählt.


