Premier Padel Düsseldorf: Wer gewinnt? Was 18 Turniere 2026 über die Favoriten verraten
Ab Dienstag spielt in Düsseldorf das Hauptfeld. Coello und Tapia kommen mit ihrem zehnten Saisontitel aus Rotterdam, Galán und Chingotto verteidigen ihren Titel von 2025. Wir haben alle Finals der Saison ausgezählt, die Setzliste gelesen und zeigen, wo es im Tableau eng wird. Dazu das Damenfeld, Stream und Tickets.
Padello Redaktion
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Die Sieger von Rotterdam am Sonntagabend: Ari Sánchez und Andrea Ustero, Arturo Coello und Agustín Tapia. Foto: FIP
Am Sonntagabend in Rotterdam haben Arturo Coello und Agustín Tapia ihren zehnten Titel der Saison geholt, 6:3, 6:2 gegen Franco Stupaczuk und Jon Sanz. Zwei Tage später geht es für sie in Düsseldorf weiter. Am Dienstag um 14 Uhr beginnt im CASTELLO das Hauptfeld des Premier-Padel-Turniers, am Sonntag sind die Finals. Für die Weltspitze ist es das zweite von drei Turnieren in drei Wochen, danach kommt das P1 in Mailand.
Vor jedem Turnier stellt sich dieselbe Frage: Gewinnen am Ende wieder dieselben? Wir haben alle 18 Turniere der Saison ausgezählt, die Setzliste gelesen und das Tableau durchgespielt.
Schnellcheck
Wann
Hauptfeld ab Dienstag, 14 Uhr. Achtelfinale am Donnerstag ab 9 Uhr, Viertelfinale am Freitag ab 10 Uhr, Halbfinals am Samstag und Finals am Sonntag jeweils ab 14 Uhr.
Favoriten
Herren: Coello/Tapia (Nr. 1) vor Galán/Chingotto (Nr. 2), die 2025 hier gewonnen haben. Damen: drei Paare mit zusammen 16 von 18 Saisontiteln.
Stream
Bis zum Achtelfinale kostenlos auf YouTube bei Premier Padel, ab dem Viertelfinale bei Red Bull TV.
Rotterdam: Titel Nummer zehn, dahinter wackelt das Feld
Rotterdam war das letzte Turnier vor Düsseldorf, und es hat zwei Dinge gezeigt. Erstens kommt an Coello und Tapia im Moment kaum jemand vorbei. Im Finale lagen Stupaczuk und Sanz früh mit einem Break vorn, danach zogen die Weltranglistenersten davon. Nach 69 Minuten stand es 6:3, 6:2, bei 41 Winnern gegen 27.
Zweitens ist dahinter alles offen. Am Freitag schieden drei der vier topgesetzten Herrenpaare im Viertelfinale aus. Alejandro Galán und Federico Chingotto verloren 4:6, 4:6 gegen Stupaczuk und Sanz. Juan Lebrón und Leo Augsburger unterlagen Coki Nieto und Mike Yanguas, den Tiebreak im ersten Satz verloren sie 0:7. Und Paquito Navarro und Martín Di Nenno hatten gegen Momo González und Lucas Campagnolo zwei Matchbälle und verloren trotzdem, nach 2:49 Stunden mit 6:2, 6:7, 5:7.
Bei den Damen gewannen Ari Sánchez und Andrea Ustero 6:4, 6:4 gegen Paula Josemaría und Bea González. Im Halbfinale hatten sie schon die topgesetzten Delfi Brea und Gemma Triay geschlagen. Für Sánchez war es das 100. Finale ihrer Karriere, für das Duo der zweite Titel in Folge nach dem Major in Paris.
Die Saison in Zahlen: zwei Paare, 17 von 18 Titeln
Bei den Herren ist 2026 ein Zweikampf. Von 18 Turnieren gewannen Coello und Tapia zehn, Galán und Chingotto sieben. Den einzigen anderen Titel holten Lebrón und Augsburger im April in Brüssel.
Herren: Wer 2026 im Finale stand
Alle 18 Premier-Padel-Turniere der Saison bis Rotterdam, je Paar die erreichten Finals
Coello und Tapia standen in 15 von 18 Finals, Galán und Chingotto in 14. Elfmal trafen sie dort aufeinander, sieben davon gewannen Coello und Tapia, darunter die letzten sechs seit Juni. Das Qatar Major im April fiel aus. Eigene Auszählung der Turnierergebnisse.
Noch deutlicher wird es bei den Finals. Coello und Tapia standen in 15 von 18 Endspielen, obwohl sie in Gizeh gar nicht angetreten waren. Galán und Chingotto standen in 14. Elfmal trafen die beiden Paare im Finale aufeinander. Im Frühjahr gewannen Galán und Chingotto vier dieser Endspiele in Folge, in Gijón, Miami, Asunción und Buenos Aires. Seit dem Major in Rom Anfang Juni haben Coello und Tapia alle sechs gewonnen, zuletzt im September in Paris. Ihre letzten beiden Titel holten Galán und Chingotto in Pretoria und Madrid, beide Male standen Coello und Tapia nicht im Finale. In Pretoria riss damit für Coello und Tapia eine Serie von 27 Turnieren in Folge, in denen sie immer das Finale erreicht hatten.
Was das für Düsseldorf heißt
Kommt es am Sonntag zum Finale der beiden Topteams, spricht die Form für Coello und Tapia. Galán und Chingotto haben dafür die Erinnerung auf ihrer Seite: Im Düsseldorfer Finale 2025 schlugen sie genau diese Gegner 7:6, 6:2. Für Galán war es damals der 50. Titel seiner Karriere.
Die Setzliste: zwei Teams vorn, dann eine Lücke
Wie groß der Abstand ist, zeigt die Setzliste. Coello und Tapia gehen mit 40.766 Punkten ins Turnier, Galán und Chingotto mit 36.012. Lebrón und Augsburger auf Platz drei haben 15.386, nicht einmal halb so viele. Von Platz drei bis acht liegen dagegen nur gut 7.400 Punkte. Der Sieg in Düsseldorf bringt 600 Punkte.
Setzliste Düsseldorf: zwei Teams vorn, dann eine Lücke
Teampunkte der acht gesetzten Herrenpaare in der FIP-Weltrangliste
Teampunkte sind die Summe beider Spieler, so stehen sie in der Setzliste des Tableaus vom 4. Oktober. Die Punkte aus Rotterdam sind darin noch nicht enthalten. Lebrón und Augsburger auf Platz drei haben nicht einmal halb so viele Punkte wie Galán und Chingotto. Von Platz drei bis acht liegen dagegen nur 7.400 Punkte.
















Das Tableau: wer wem im Weg steht
Die vier besten Paare haben in der ersten Runde frei und steigen erst im Achtelfinale am Donnerstag ein. Halten die Setzlisten, heißen die Halbfinals am Samstag Coello/Tapia gegen Lebrón/Augsburger und Stupaczuk/Sanz gegen Galán/Chingotto. Das zweite wäre die Revanche für Rotterdam.
Oberes Viertel


Coello / Tapia (1)
Im Achtelfinale gegen José Antonio Diestro/Marc Sintes Villalonga oder ein Paar aus der Qualifikation. Im Viertelfinale wartet der Sieger aus dem Block mit Guerrero/Leal (7), Alfonso/Libaak und der deutschen Wildcard Reca/Tur Checa. Alfonso und Libaak nahmen Coello und Tapia in Rotterdam einen Satz ab.
Zweites Viertel


Lebrón / Augsburger (3)
Ihr Achtelfinalgegner kommt aus dem Duell Goenaga/Collado gegen Esbri/Jofre. Juanlu Esbri und Iñigo Jofre haben am Sonntag das FIP-Gold-Turnier in Perugia gewonnen. Im Viertelfinale könnten González/Campagnolo (8) warten, Halbfinalisten in Rotterdam.
Drittes Viertel


Stupaczuk / Sanz (4)
Im Achtelfinale gegen die deutsche Wildcard Lindmeyer/Wunner oder ein Paar aus der Qualifikation. Im Viertelfinale könnten Di Nenno/Navarro (5) warten. Stupaczuk und Sanz standen in Rotterdam in ihrem ersten gemeinsamen Premier-Padel-Finale.
Unteres Viertel


Galán / Chingotto (2)
Im Achtelfinale gegen Garrido/De Pascual oder García/Ruiz Granados. Im Viertelfinale könnten Nieto/Yanguas (6) kommen, in Rotterdam im Halbfinale. Im selben Viertel spielt Altmeister Sanyo Gutiérrez, an der Seite von Maxi Sánchez Blasco.
Welche Paare aus der Qualifikation dazukommen, entscheidet sich am Dienstag. Vier Plätze im Hauptfeld sind für die Quali-Sieger reserviert, welcher wohin kommt, steht erst danach fest.
Bei den Damen: drei Paare, keins ist sicher
Bei den Damen ist die Saison enger. Delfi Brea und Gemma Triay standen in 14 Finals und gewannen sechs. Bea González und Paula Josemaría holten aus zehn Finals ebenfalls sechs Titel, mit einem siebten wären sie das erfolgreichste Paar des Jahres. Ari Sánchez und Andrea Ustero kommen mit vier Titeln, aber mit dem meisten Schwung: Sie haben Paris und Rotterdam gewonnen und in Rotterdam nacheinander die Nummern eins und zwei der Setzliste geschlagen.

Brea / Triay
Titelverteidigerinnen, 6 Titel aus 14 Finals

González / Josemaría
6 Titel aus 10 Finals, zuletzt Finale in Rotterdam

Sánchez / Ustero
4 Titel aus 7 Finals, zuletzt Paris und Rotterdam
Damen: Wer 2026 im Finale stand
Dieselben 18 Turniere, je Paar die erreichten Finals
Brea und Triay standen in 14 Finals, gewannen aber nur sechs. González und Josemaría holten aus zehn Finals ebenfalls sechs Titel, Sánchez und Ustero gewannen die letzten beiden Turniere in Paris und Rotterdam. Die zwei weiteren Paare: Jensen/Icardo (Sieg in Bordeaux) und Fernández/Araújo (Finale in Valencia). Eigene Auszählung der Turnierergebnisse.
Brea und Triay verteidigen in Düsseldorf ihren Titel. 2025 gewannen sie das Finale gegen Sánchez und Josemaría nach 3:20 Stunden, es war das zweitlängste Damenfinale der Premier-Padel-Geschichte. Die beiden Finalistinnen von damals spielen inzwischen in verschiedenen Teams und standen sich am Sonntag in Rotterdam im Finale gegenüber.
Das Tableau der Damen hatte die FIP bis Montagvormittag noch nicht veröffentlicht. 24 Teams spielen im Hauptfeld, die erste Runde der Damen beginnt am Mittwoch um 9 Uhr. Wer gesetzt ist und wer auf wen trifft, tragen wir nach, sobald die Auslosung da ist.
Die Deutschen im Hauptfeld
Mit Wildcards dabei sind Johannes Lindmeyer und Matthias Wunner sowie Agustin Reca und Victor Tur Checa bei den Herren und Katharina Hering und Lena Plümer bei den Damen. Unser Geschäftsführer Christian Böhnke und Nick Merten kämpfen noch in der Qualifikation um einen Platz, heute grob ab 15:30 Uhr gegen die an fünf gesetzten Solano Marmolejo und Pereyra. Wer wann spielt und wo der Stream läuft, steht in unserem Beitrag Zwölf Deutsche in Düsseldorf. Den aktualisieren wir während des Turniers laufend.
So bist du dabei
Bis einschließlich Achtelfinale zeigt Premier Padel die Matches kostenlos auf YouTube. Ab dem Viertelfinale am Freitag läuft das Turnier in Deutschland bei Red Bull TV. Tickets gibt es bei Ticketmaster, für die ersten Hauptfeldtage ab 14,50 €. Das Finalwochenende war laut Veranstalter schon Mitte September ausverkauft. Alles zum Besuch steht in unserem Turnierguide für Düsseldorf.
Häufige Fragen
Wann sind die Finals in Düsseldorf?
Am Sonntag, 11. Oktober, ab 14 Uhr im CASTELLO. Die Halbfinals laufen am Samstag ebenfalls ab 14 Uhr, das Viertelfinale am Freitag ab 10 Uhr.
Wer hat 2025 in Düsseldorf gewonnen?
Bei den Herren Alejandro Galán und Federico Chingotto, 7:6, 6:2 gegen Arturo Coello und Agustín Tapia. Bei den Damen Delfi Brea und Gemma Triay, 6:4, 4:6, 6:3 gegen Ari Sánchez und Paula Josemaría.
Wo kann ich das Turnier sehen?
Bis zum Achtelfinale kostenlos auf dem YouTube-Kanal von Premier Padel, ab dem Viertelfinale in Deutschland bei Red Bull TV. Die Qualifikation bis Dienstag zeigt der Deutsche Padel Verband auf Sport Europe TV, dort auf Court 2 alle Matches mit deutscher Beteiligung.
Wie viele Punkte bringt der Titel?
600 Punkte für die Weltrangliste und für das Race zu den Saisonfinals in Barcelona. In der Setzliste stehen Teampunkte, also die Summe beider Spieler.
Warum gab es 2026 nur 18 Turniere bis Rotterdam?
Das Major in Katar im April fiel aus, als Ersatz wird Ende Oktober in Kuwait ein Major gespielt. Mitgezählt haben wir alle Majors, P1- und P2-Turniere von Riad im Februar bis Rotterdam.
Nach dem Zuschauen selbst auf den Court?
In unserem Platzfinder stehen über 800 Padelanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit Hallen, Preisen und Buchungslink. Und wenn dein Verein einen eigenen Court plant, findest du bei uns alles zum Bau.
Stand: 5. Oktober 2026, 10:52 Uhr. Titelfoto und Spielerporträts: Internationaler Padel-Verband (FIP), die Porträts stammen aus den offiziellen Spielerprofilen auf padelfip.com. Die Saisonzahlen sind unsere eigene Auszählung der 18 Turnierergebnisse 2026, geprüft an den Finalberichten der FIP. Setzliste und Teampunkte stammen aus dem offiziellen Tableau vom 4. Oktober, die Rotterdamer Ergebnisse aus dem Endstand-Tableau und den Tagesberichten der FIP, Spielplan und Ticketpreise vom Veranstalter.
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