Was verdienen Padel-Profis? Das Preisgeld 2026 vom Bronze-Turnier bis zum Major

In Düsseldorf geht es diese Woche um 264.534 Euro, für Damen und Herren zusammen. Wir haben das offizielle Regelwerk und alle Profiturniere im FIP-Kalender 2026 ausgewertet: was ein Sieg pro Kopf bringt, warum Damen meist weniger bekommen, was Coello und Tapia allein mit ihren Finals verdient haben und warum Deutschland in dieser Rechnung kaum vorkommt.

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Padello Redaktion

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6. Oktober 2026•8 Min. Lesezeit
Was verdienen Padel-Profis? Das Preisgeld 2026 vom Bronze-Turnier bis zum Major

Die Titelverteidiger von Düsseldorf bei der Siegerehrung 2025: Delfi Brea und Gemma Triay, Federico Chingotto und Alejandro Galán. Foto: FIP

Diese Woche spielt im CASTELLO Düsseldorf die Weltspitze, am Dienstag beginnt das Hauptfeld des Germany P2. Für die Paare geht es um Weltranglistenpunkte und um Geld: 264.534 Euro Preisgeld nennt die FIP für das Turnier, Damen und Herren zusammengerechnet.

Klingt nach viel. Verteilt auf zwei Felder samt Qualifikation bleibt für die meisten Paare aber wenig übrig. Wir haben die Preisgeldtabellen aus dem offiziellen Regelwerk gelesen und die Turnierseiten aller Profiturniere ausgewertet, die die FIP für 2026 führt, von den Majors der Premier Padel Tour bis zu den Bronze-Turnieren der CUPRA FIP Tour.

Schnellcheck

Düsseldorf

154.534 Euro für die Herren, 110.000 für die Damen. Der Turniersieg bringt 13.960 Euro pro Spieler und 11.000 pro Spielerin.

Die Spitze

Ein Major-Sieg bringt 48.700 Euro pro Kopf. Coello und Tapia haben 2026 allein mit ihren Finals mindestens 310.769 Euro pro Kopf eingespielt.

Deutschland

Zwei Profiturniere mit Preisgeld im ganzen Jahr: Düsseldorf und ein Bronze-Turnier in Hamburg. Spanien hat 29, Italien 25.

Was es in Düsseldorf zu verdienen gibt

Die 264.534 Euro teilen sich ungleich auf: 154.534 Euro gehen an die Herren, 110.000 an die Damen. Das sind genau die Mindestbeträge, die das Premier-Padel-Regelwerk für ein P2-Turnier festschreibt. Dort steht auch, was jede Runde wert ist. Gezahlt wird pro Spieler, ein Paar bekommt also das Doppelte.

Turniersieg
Herren13.960 €
Damen11.000 €
Finale
Herren8.205 €
Damen6.050 €
Halbfinale
Herren4.515 €
Damen3.300 €
Viertelfinale
Herren2.875 €
Damen2.310 €
Achtelfinale
Herren1.950 €
Damen1.430 €
Erste Runde HauptfeldSechzehntelfinale
Herren1.305 €
Damen963 €
Letzte Qualirunde
Herren828 €
Damen509 €
Erste Qualirunde
Herrenkein Preisgeld
Damen117 €

Wer bei den Herren in der Qualifikation vor der letzten Runde ausscheidet, geht leer aus. Bei den Damen gibt es schon für die erste Qualirunde 117 Euro. Im Hauptfeld ist jedem Paar etwas sicher: Für Johannes Lindmeyer und Matthias Wunner sowie Agustin Reca und Victor Tur Checa geht es am Mittwoch um mindestens 1.305 Euro pro Kopf, für Katharina Hering und Lena Plümer um mindestens 963 Euro. Mit einem Sieg wird daraus das Geld fürs Achtelfinale. Wie es für die Deutschen läuft, steht in unserem Live-Beitrag aus Düsseldorf.

Das alles ist Bruttogeld. Steuern zahlt jeder Profi selbst, im Heimatland und in jedem Land, in dem er spielt, so steht es im Regelwerk.

Damen und Herren: gleich viel nur bei zwei Majors

Bei den großen Turnieren fällt der Unterschied am stärksten auf. Das Regelwerk der Damen kennt zwei Arten von Major. Bei zweien zahlt Premier Padel in jeder Runde genauso viel pro Kopf wie bei den Herren, 48.700 Euro für den Sieg. Bei den anderen beiden bekommen die Siegerinnen 24.750 Euro, rund die Hälfte. Die Majors in Rom und Paris waren 2026 die mit dem vollen Betrag.

Was ein Turniersieg pro Kopf bringt

Major: 48.700 Euro bei den Herren, bei den Damen 48.700 oder 24.750. P1: 26.270 Euro gegen 17.000. P2: 13.960 Euro gegen 11.000. Auf der CUPRA FIP Tour gibt es laut FIP für Damen und Herren das gleiche Preisgeld.

Bewegung ist drin. Für 2027 sieht das Regelwerk der Damen fünf Prozent mehr Preisgeld vor. Bei den Herren steigt es jedes Jahr um 1,5 Prozent.

Was die Besten verdienen

Für die Weltspitze rechnet sich die Tour trotzdem. Wir haben für die Topteams zusammengezählt, was ihnen allein ihre Finals 2026 gebracht haben, mit den Beträgen aus dem Regelwerk.

Was die Besten 2026 allein mit Finals verdient haben

Preisgeld pro Spieler aus Turniersiegen und verlorenen Finals, 18 Premier-Padel-Turniere bis Rotterdam

aus Titelnaus verlorenen FinalsCoello / Tapia310.769 €davon 83 % aus TitelnGalán / Chingotto253.821 €davon 58 % aus TitelnBrea / Triay183.300 €davon 66 % aus TitelnSánchez / Ustero130.150 €davon 72 % aus TitelnGonzález / Josemaría108.800 €davon 72 % aus Titeln

Brutto, vor Steuern. Halbfinals und frühere Runden kommen dazu, die Summen sind also eine Untergrenze. Coello/Tapia: 10 Titel aus 15 Finals, Galán/Chingotto 7 aus 14, Brea/Triay 6 aus 14, Sánchez/Ustero 4 aus 7, González/Josemaría 6 aus 10. Beträge je Runde laut Premier Padel Rulebook 2026 für Damen und Herren, Ergebnisse aus den Finalberichten der FIP, eigene Auswertung.

Arturo Coello und Agustín Tapia kommen auf mindestens 310.769 Euro pro Kopf, Alejandro Galán und Federico Chingotto auf 253.821. Bei den Damen liegen Delfi Brea und Gemma Triay mit 183.300 Euro vorn. Halbfinals und frühere Runden kommen in allen Fällen dazu.

Wie viel ein Major ausmacht, zeigt der Vergleich von Bea González und Paula Josemaría mit Brea und Triay. Beide Paare haben sechs Titel gewonnen. Beim Preisgeld aus Finals liegen González und Josemaría trotzdem 74.500 Euro pro Kopf dahinter: Brea und Triay haben das Major in Rom gewonnen und standen in acht weiteren Finals. Ein Major-Sieg ist bei den Herren so viel wert wie dreieinhalb P2-Siege, bei den Damen wie gut vier.

Dazu kommen Verträge mit Schlägerherstellern, Bekleidungsmarken und Sponsoren. Zahlen dazu veröffentlicht niemand. Ein Blick auf das Siegerfoto oben zeigt aber, wie voll die Trikots sind.

13,1 Millionen Euro, drei Viertel davon bei Premier Padel

Im FIP-Kalender stehen zwei Ebenen von Profiturnieren mit Preisgeld. Oben die Premier Padel Tour mit Majors, P1 und P2, auf der die Weltspitze spielt. Darunter die CUPRA FIP Tour mit Platinum, Gold, Silver und Bronze, das Sprungbrett in die Weltrangliste. Für fast jedes Turnier steht die Preisgeldsumme auf der Turnierseite.

Wo das Preisgeld 2026 steckt

Veröffentlichtes Preisgeld aller Profiturniere im FIP-Kalender 2026, Damen und Herren zusammen: 13,1 Millionen Euro

<title>Majors (3): 3,13 Mio. €</title>24 %<title>P1 (9): 4,31 Mio. €</title>33 %<title>P2 (9): 2,38 Mio. €</title>18 %<title>FIP Tour (207): 3,27 Mio. €</title>25 %Majors (3)3,13 Mio. €P1 (9)4,31 Mio. €P2 (9)2,38 Mio. €FIP Tour (207)3,27 Mio. €

In Klammern die Zahl der Turniere mit veröffentlichtem Betrag. Noch ohne Betrag: das Major in Mexiko, das P1 in Dubai, die Finals in Barcelona und 9 Turniere der CUPRA FIP Tour. Nach den Mindestsätzen im Regelwerk kommen damit noch mindestens 1,7 Millionen Euro dazu. Das abgesagte Major in Katar fehlt. Quelle: Turnierseiten auf padelfip.com, abgerufen am 06.10.2026, Premier Padel Rulebook 2026, eigene Auswertung.

Zusammen sind für 2026 rund 13,1 Millionen Euro veröffentlicht. Drei Viertel davon entfallen auf 21 Turniere der Premier Padel Tour, ein Viertel auf 207 Turniere der CUPRA FIP Tour. Für das Major in Mexiko, das P1 in Dubai und die Finals in Barcelona steht noch kein Betrag. Nach den Mindestsätzen im Regelwerk kommen dafür mindestens 1,7 Millionen dazu.

MajorPremier Padel
Turniere4
je Turnier1.044.849 €
zusammen3,13 Mio. € ohne Mexiko
P1Premier Padel
Turniere10
je Turnier479.068 €
zusammen4,31 Mio. € ohne Dubai
P2Premier Padel, darunter Düsseldorf
Turniere9
je Turnier264.534 €
zusammen2,38 Mio. €
PlatinumCUPRA FIP Tour
Turniere5
je Turnier120.000 bis 150.000 €
zusammen0,52 Mio. €
GoldCUPRA FIP Tour
Turniere12
je Turniermeist 50.000 €
zusammen0,62 Mio. €
SilverCUPRA FIP Tour
Turniere61
je Turniermeist 18.000 €
zusammen1,03 Mio. €
BronzeCUPRA FIP Tour
Turniere138
je Turniermeist 8.500 €
zusammen1,10 Mio. €

Ein einziges Major schüttet mit 1.044.849 Euro fast so viel aus wie alle 133 Bronze-Turniere zusammen, für die ein Betrag veröffentlicht ist. Und das Geld auf der unteren Ebene ist schnell verteilt. Bei einem Bronze-Turnier gehen laut FIP-Regelwerk 38 Prozent an die Sieger, 21 an die Finalisten, 20 an die Halbfinalisten und 21 an die Viertelfinalisten. Bei 8.500 Euro für zwei Felder bleiben für das Siegerpaar damit rund 1.600 Euro, gut 800 pro Kopf. Wer im Viertelfinale verliert, bekommt rund 110 Euro pro Kopf.

Deutschland: zwei Turniere im ganzen Jahr

Wo die Turniere stattfinden, haben wir ebenfalls ausgezählt. Für Deutschland ist das Ergebnis ernüchternd.

Profiturniere 2026 je Land

Turniere mit Preisgeld im FIP-Kalender 2026, Premier Padel und CUPRA FIP Tour zusammen, die größten Padel-Länder Europas

Premier PadelCUPRA FIP TourSpanien29 Turnieredavon 5 Premier PadelItalien25 Turnieredavon 2 Premier PadelPortugal14 Turnierekein Premier PadelNiederlande11 Turnieredavon 1 Premier PadelFrankreich10 Turnieredavon 2 Premier PadelGroßbritannien7 Turnieredavon 1 Premier PadelBelgien6 Turnieredavon 1 Premier PadelDeutschland2 Turnieredavon 1 Premier Padel

Österreich und die Schweiz haben 2026 kein Turnier der beiden Serien im Kalender. In Deutschland stehen nur das Germany P2 in Düsseldorf und ein FIP Bronze in Hamburg (4.–7. Juni, 8.500 €). Großbritannien mit Belfast. Ohne das abgesagte Major in Katar, ohne Jugend- und Nationalteam-Turniere. Quelle: Turnierseiten auf padelfip.com, abgerufen am 06.10.2026, eigene Auswertung.

Spanien hat 29 Profiturniere im Kalender, Italien 25, Portugal 14 und die Niederlande 11. Deutschland kommt auf zwei: das Germany P2 in Düsseldorf und ein FIP Bronze, das Anfang Juni in Hamburg gespielt wurde. Österreich und die Schweiz haben keins. Wer hierzulande Weltranglistenpunkte sammeln will, muss dafür fast immer ins Ausland.

Ein großes Turnier ist immerhin vergeben: 2029 richtet Deutschland zum ersten Mal die Padel-Europameisterschaft aus, den FIP Euro Padel Cup. Das hat die FIP im Juli zusammen mit dem Deutschen Padel Verband bekannt gegeben.

Für Vereine und Betreiber: ein FIP-Turnier auf die eigene Anlage holen

Seit dem 2. Oktober können sich auch private Veranstalter um Turniere für den Kalender 2027 bewerben, für die CUPRA FIP Tour, die Jugendserie FIP Promises und FIP Beyond. Das Antragsformular und die Anforderungen schickt die FIP auf Anfrage an [email protected]. In Ländern mit FIP-Mitgliedsverband braucht jede Bewerbung vorher dessen Zustimmung, in Deutschland die des DPV. Ohne sie nimmt die FIP keinen Antrag an.

Was ein Ausrichter mindestens stellen muss, hat die FIP für 2026 festgelegt:

FIP Bronze, die Einstiegsstufe

  • Mindestens 3 Courts, Umkleiden und WLAN
  • 8.500 bis 12.000 Euro Preisgeld für beide Felder
  • 1.500 Euro Gebühr an die FIP
  • Mindestdauer: 2 Tage Quali und 3 Tage Hauptfeld
  • Oberschiedsrichter, Stuhlschiedsrichter im Finale, medizinische Betreuung, Fotograf
  • Livestream vom Finale auf eigene Kosten, Liveticker auf allen Courts

Was außerdem dazugehört

  • Silver: 18.000 bis 30.000 Euro, 3.000 Euro Gebühr, Restaurant Pflicht
  • Gold: 50.000 bis 80.000 Euro, 6.000 Euro Gebühr, Center Court und Trainingscourts
  • Reise und Unterkunft für FIP-Supervisor und Oberschiedsrichter zahlt der Ausrichter
  • Je Tag 15 normale und 15 VIP-Tickets für die FIP, die übrigen Ticketeinnahmen bleiben beim Ausrichter
  • Das Preisgeld zahlt der Ausrichter, vor Ort oder binnen 15 Tagen

Drei Courts sind also die Untergrenze für internationales Turnierpadel. Wie viele Courts eine Anlage für den normalen Betrieb braucht, steht in unserem Beitrag Wie viele Courts braucht eine Anlage?

Häufige Fragen

Wie viel Preisgeld gibt es beim Premier Padel in Düsseldorf?

264.534 Euro, davon 154.534 für die Herren und 110.000 für die Damen. Die Sieger bekommen 13.960 Euro pro Spieler, die Siegerinnen 11.000 Euro pro Spielerin.

Bekommen Frauen und Männer im Padel gleich viel?

Auf der Premier Padel Tour nur bei zwei der Majors, dort ist jede Runde pro Kopf gleich viel wert. Bei den beiden anderen Majors, bei P1 und P2 bekommen die Damen weniger. Auf der CUPRA FIP Tour ist das Preisgeld laut FIP gleich.

Was verdienen Coello und Tapia?

Allein aus ihren 15 Finals der Saison bis Rotterdam mindestens 310.769 Euro Preisgeld pro Kopf, vor Steuern. Was sie von Sponsoren und Ausrüstern bekommen, ist nicht öffentlich.

Wie viel bringt ein Sieg bei einem FIP-Bronze-Turnier?

Ein Bronze-Turnier hat 8.500 bis 12.000 Euro Preisgeld für Damen und Herren zusammen. Bei 8.500 Euro sind das nach dem Verteilschlüssel der FIP rund 1.600 Euro für das Siegerpaar, gut 800 pro Kopf.

Kann unser Verein ein FIP-Turnier ausrichten?

Ja, wenn er mindestens drei Courts hat und die Vorgaben der FIP erfüllt. Für 2027 läuft die Bewerbung seit dem 2. Oktober über [email protected], vorher muss der Deutsche Padel Verband zustimmen.

Müssen Padel-Profis ihr Preisgeld versteuern?

Ja, und darum kümmern sie sich selbst. Premier Padel übernimmt laut Regelwerk keine Steuern, die Spieler sind in ihrem Heimatland und in jedem Austragungsland selbst verantwortlich.

Turnierpadel beginnt bei drei Courts

Ihr plant eine Anlage, auf der auch Turniere laufen sollen? Wir bauen Courts nach deutscher Statik, vom Fundament bis zum Netz. Und wer erst einmal selbst spielen will, findet im Platzfinder über 800 Anlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Stand: 6. Oktober 2026. Titelfoto: Internationaler Padel-Verband (FIP). Beträge je Runde: Premier Padel Rulebook 2026 für Damen und Herren (Fassung vom Juli 2026, die Preisgeldtabellen sind seit Saisonbeginn unverändert) und CUPRA FIP Tour Rulebook 2026. Preisgeldsummen, Termine und Orte: Turnierseiten auf padelfip.com, abgerufen am 6. Oktober, eigene Auswertung. Die Beträge für Bronze-Turniere haben wir aus dem Verteilschlüssel der FIP gerechnet, mit gleichem Preisgeld für Damen und Herren, wie es die FIP für die CUPRA FIP Tour vorsieht. Vorgaben für Ausrichter: „CUPRA FIP Tour Tournament Structure Conditions 2026“ der FIP. Saisonergebnisse: unsere Auszählung aus dem Beitrag Wer gewinnt Düsseldorf?, geprüft an den Finalberichten der FIP.

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